Wie versprochen versuche ich euch diesen Beitrag noch vor meinem nächsten Trip nach London fertigzustellen. Seid mir aber nicht böse, falls ich ihn doch erst später fertigstelle und hochlade.
Mein erster kurzer Trip in 2023 fand bereits Anfang Januar mit der lieben Eva statt und wir zwei düsten für 2 Nächte nach Zandvoort. Bei Sturm und Regen gibt es von dem Ausflug allerdings so wenig Bildmaterial, dass sich ein eigener Beitrag nicht lohnen würde. Zudem wäre dieser extrem „verfressen“ da die einzig schönen Bilder vom Essen entstanden sind.
Im Februar ging es dann für mich endlich wieder nach England. Inzwischen war ich sicher an die 20x dort. Vielleicht auch öfter, ich weiss es gerade nicht. Nach dem Brexit am 01.02.2020 und der Pandemie war das mit der Einreise und den Auflagen zunächst alles etwas schwieriger. Nun war aber, mehr oder weniger, alles beim Alten. Nur benötigt man inzwischen einen gültigen Reisepass, anstelle des Personalausweises. Also für alle die überlegen mal eben nach England zu fliegen – ohne gültigen Reisepass geht es nicht.

Vor Corona war ich jährlicher Stammgast auf der Tattoo Convention in London. Es war die bislang größte Europas und teilnehmen durfte nur, wer eine Einladung von dem Veranstalter Miki Vialetto erhielt. Die Tätowierer wurden aus aller Welt eingeflogen, aber eben immer nur die Besten der Besten. Für alle, die sich ein bisschen mehr für die bunte Farbe unter der Haut interessieren, seit 2023 veranstaltet Miki die Gods of Ink in Frankfurt am Main. Also müssen wir hier nicht mehr in den Flieger steigen. Die nächste findet vom 19-21 April 2024 statt.

Wahrscheinlich könnt ihr eine Richtung erkennen, der Ausflug beziehungsweise der Grund für den Trip war natürlich ein neues Tattoo. Dieses Mal aber ein ganz besonderes. Es war eine Herzensangelegenheit. Es sollte ein Tattoo für meine Oma werden, die bereits über den Jahreswechsel 2021/2022 verstorben ist.
Kleine Hintergrundgeschichte an dieser Stelle, für die die es nicht schon wissen. Meine Elter sind sei mehr als 25 Jahren geschieden, ich wuchs seitdem ich 10 Jahre alt war bei Papa auf. Zu meiner Mutter habe ich seit ca. 20 Jahren +/- keinen Kontakt mehr, bewusst und gewünscht. Das ist auch absolut in Ordnung so, alles keine Sorge. Oma war allerdings die Mutter meiner Mutter und wir zwei hatten immer eine wahnsinnig schöne Verbindung. Ich habe Oma bis zum Schluss regelmäßig besucht, auch wenn es sicher hätte noch mehr sein können. Ich war auch das Enkelkind, dass mit Oma vor ihrem Einzug ins Pflegeheim alle ihre Foto durchgesehen und aussortiert hat. Alleine während dieses einen Tages habe ich so viele Geschichten und Erlebnisse gehört ❤ Für mich war Oma immer ein sehr besonderer Mensch. Nun haben ihre Kinder sich dazu entschieden Sie in einem Urnengrab ohne Grabstein beizusetzen, so dass ich keinen Ort habe um mit Oma zu kommunizieren oder an Sie zu denken. Also entschied ich mich für ein Tattoo, so habe ich Sie einfach immer bei mir. Sie ist die erste Person, für die ich ein Andenken auf und unter meiner Haut habe anfertigen lassen.
Genug Privates! Nun aber zurück zu dem Trip. Ich startete meine Reise von Zuhause aus, düste mit meinem kleinen Flitzer nach Düsseldorf und stieg in den Flieger. Auf nach London, endlich mal wieder! Ich war so gespannt, was sich in der Stadt alles verändert hatte und genauso auf das was alles gleich geblieben ist. London ist so eine bunte und lebhafte Stadt. Ich liebe die verschiedenen Ecken, die verschiedenen Menschen, all die unterschiedlichen Eindrücke die diese Stadt einem bietet. Für mich der pulsierende Beweis eines Meltingpots. Alleine Reisen hin oder her, ich liebe es einfach durch die Stadt zu bummeln und alle Eindrücke aufzunehmen. Obwohl hier fast schon egal ist, welche Stadt es ist. Dieses „sich treiben lassen“ und „spontan schauen was passiert und sich ergibt“ ist für mich ein tolles Gefühl von Freiheit.




Zunächst also erstmal zum Hotel für die ersten beiden Nächte. Ich hatte mich für das Point A Hotel London Westminster entschieden. Nah am London Eye und mitten in Waterloo. Es gab ein Einzelzimmer mit maximal 12qm. Wirklich super winzig, aber für mich absolut ausreichend. Immerhin gab es ein Fenster und die Matratze war außerordentlich bequem. Was brauchte ich mehr? (Ich habe wirklich selten so gut in einem Hotelbett geschlafen)



Ich startete wie immer mit meiner kleinen Erkundungstour, zu Fuß durch die Stadt. Erster Stop Chinatown, mir war nach einem Bubble Tea.



Matcha Tea mit Aloe Vera – I like! Wie ich schon festgestellt habe, scheiden sich hier ein wenig die Geister. Ich bin, seit all der Zeit im Ausland, grundsätzlich ein Riesen Fan von Aloe Vera in meinen Drinks, oder am besten gleich den Aloe King. Aber ich weiss, dass einige es super ekelig finden, diese Geleeartigen Stückchen im Getränk zu haben. Der Mix zum Matcha war wild, aber mir gefiel es.
Weiter ging die Tour Richtung Soho, meiner alten Hood. In Soho war ich damals häufiger unterwegs, als ich mit Anna, einer Freundin aus der Uni, regelmäßig in London war. Ein Freund betrieb damals den Queenshead Pub und wir waren dort mit einer Gruppe von Freunden, doch schon recht regelmäßig.


Somit ist diese Gegend oder das Viertel eines derer, die ich besser kenne. Ich lief so durch die Gegend und stoppte an einem winzig kleinen Restaurant, da vor der Tür lange Schlange stand. Es war Februar und doch noch recht frisch. Neugierig, wie ich so bin, musste ich genauer schauen und näher ran. Es war ein vietnamesisches Restaurant, oder vielleicht auch eher ein Imbiss. Es gab zwei lange Tische mit jeweils 16 kleinen Hockern dran und 4 Barhocker, mit Platz zum essen auf der Fensterbank. Viele nahmen aber auch einfach nur ein Banh Mi, also ein vietnamesisches Sandwich, to go. Ich ergatterte einen Platz und nutze die Gelegenheit für eine ordentliche Mahlzeit.

Bis ich gerade das Bild wieder gesehen habe, hatte ich völlig vergessen, dass ich einfach direkt weiter gemacht habe mit der guten Aloe Vera im Getränk. Liebe Diana, irgendwann wirst du auch noch ein Fan 😉
Ich aß Saigon Noodles, eine Wan Tan Suppe und genoss meinen Aloe King. Also falls ihr mal in der Nähe seid, im Keu Soho gibt es wirklich fantastisches Essen. Ich bezahlte ca. 20 Pfund. Also keine 25,00 Euro. Das ist für London, insbesondere in Soho, wirklich ein top Preis. Ob ich jetzt auf dem nächsten Trip evtl. nochmal dort vorbeischaue und was anderes teste? Möglich, kann aber im Voraus immer schlecht sagen, was sich so ergeben wird. Planen, insbesondere bei Reisen, gehört nicht zu meinen Stärken.
Weiter ging es mit ein bisschen Sightseeing. Das London Eye und der Big Ben im Dunkeln sind wirklich wunderschön anzuschauen. Natürlich sprenge ich selbst für das ein oder andere Bild die Linse! Selfie-Time 🙂




Nach knapp 20.000 Schritten war es Zeit für eine weitere Mahlzeit. Da ich in meinem geliebten Wahaca, einer Kette mit mexikanischen Essen, keinen Platz bekam, der Kubaner auch zu voll war, ging es zum Thailänder. Warum nicht einen ganzen Tag lang essen wie letztes Jahr im November und Dezember?

Rechts der gute Som Tam (Papayasalat) und links scharfes Hühnchen, dazu mein Lieblingsbier aus Thailand frisch vom Fass. Für den ersten Tag war dies dann auch das Ende. Ich war hundemüde und stiefelte zurück zum Hotel. Natürlich nicht, ohne doch noch einen Stop für ein, zwei Fotos zu machen.

Erst entdeckte ich ein bisschen Streetart, mit einem viel zu wahren Spruch. Wir sollten alle öfter Lächeln!

Anschließend erstrahlte das London Eye in den Farben der Ukraine. Was für ein perfekter Abschluss für eine wundervolle Rückkehr nach England.
Der nächste Morgen begann zunächst mit diesem Ausblick und anschließend mit einem Kaffee vom Costa’s um die Ecke. Ist sowas wie Starbucks, nur etwas günstiger. Sch9on am frühen Morgen gab es das erste Kompliment. Die Bedienung machte mir ein Kompliment für das Mädel, welches meine linke Hand verziert. Ein Tattoo, dass mich mein Leben lang daran erinnern soll, dass man tun und lassen sollte was einem gefällt. Das man nicht in Boxen, Normen und Formen passen muss und sich auch nie hinein drängen lassen sollte. Ich glaube hier in Deutschland habe ich noch nie ein Kompliment für eines der Tattoos auf den Händen bekommen. Erst Recht nicht von völlig Fremden. Ach, ich liebe die Großstädte dieser Welt!


Ab nach Camden und zum Camden Market. Hier lasse ich einfach mal die Bilder für sich sprechen.










Ich glaube jede/r von euch, der/die mich auch nur ein bisschen kennt, weiss nun warum ich Camden so sehr liebe und dort unglaublich gerne Zeit verbringe. Den Cyberdog gab es damals schon, bei meinem ersten Besuch in London vor ca. 15 Jahren. Es gibt Klamotten die an die wilden Technozeiten wie der Love Parade erinnern, alles was bunt, schrill, grell und verrückt ist. ich persönlich feier den Laden total und bin noch nie mit leeren Händen nach Hause gegangen. Kann aber auch die Menschen verstehen, die von den Eindrücken völlig überfordert sind und staunend, teilweise erschrocken, durch den Laden gehen. Für den „normalen Münsterländer“ wäre es sicher auch ein Kulturschock!

Es gab einen Tee mit Yuzu, bevor ich mich auf machte, Richtung Brick Lane und Spitalfields Market. Einem anderen ganz coolen Viertel. Dort gibt es viele Tattoo Shops, Streetfood, Streetart, Kunst, Gallerien, kleine individuelle Geschäfte und seit neustem auch eine große Moshee. Also auch hier wieder ein wilder, bunter Querschnitt der Gesellschaft und ihren Formen.

Das war das erste Graffiti, was ich sah. Auf Phuket in Thailand gibt es am Patong Beach die Bangla Road, DIE Partymeile. Musste ich natürlich direkt an sämtliche Kontakte am anderen Ende der Welt schicken. Weiter auf Entdeckungstour durch die Ecke rund um die Brick Lane…





Wieder so eine Ecke, die ich heiß und innig liebe. Je mehr man so durch die Gegend läuft, umso hungriger wird man. Zeit für einen Snack. Ich entdeckte einen Streetfood Market und entschied mich für einen Chicken Tonkatsu Wrap. Ohne Witz, ich hatte selten so einen geilen Wrap!

Nachdem ich nun schon wieder Kilometer ohne Ende zurück gelegt hattee, ging es erstmal zurück zum Hotel und ein bisschen chillen, bevor es Abends zum Kubaner um die Ecke ging.

Wenn es auf den Sangria eine happy hour gibt und du dir einfach mal direkt zwei gönnst, warum auch nicht?


Das Essen hat mich tatsächlich ein bisschen enttäuscht. Ich dachte bei Bananen Chips, sie wären frisch und nicht aus der Packung. Die kleine Platte unten mit Hühnchen (war nicht durch), Chorizo und Dip war sehr klein. Zudem war das Hühnchen nicht richtig durch. Ich hatte also ein bisschen Pech mit dem Essen. Aber ok, ein bisschen Schwund ist immer. Als ich bezahlen wollte sagte mir die Kellnerin, mein Bon würde als Eintrittskarte für die Latin Party nachher dienen. Genau die Art von Party, die ich am liebsten besuche. Allerdings ging den nächsten Morgen mein Zug nach Brighton und ich hatte auch dort volles Programm. Ich entschied, kommt selten genug vor, für die Vernunft! Anstatt später zur Party zu gehen, trank ich noch zwei Bier im Pub gegenüber vom Hotel.

Zunächst trank ich ein Cider und dann ein Kölsch. Das Verständnis, was ein Kölsch ist, weicht zwischen England und Deutschland sehr voneinander ab!


Versteht mich nicht falsch, das Bier schmeckte super. War aber eben absolut nicht das Kölsch, was ich aus meiner Studentenzeit in Köln so gewohnt war.
Endlich auf nach Brighton. So oft wollte ich schon nach Brighton und nie hatte ich es wirklich umgesetzt oder geschafft. Es gibt dort eine Tattoo Convention direkt am Strand. Viele bekannte Künstler aus England und ein paar Internationale nehmen hieran teil. Ich hatte mir vorab natürlich wenig/keine Infos über die Stadt eingeholt, bis meine englische Nachbarin mich darauf hinwies, dass Brighton bekannt dafür sei, eine super Homo-offene und -freundliche Stadt zu sein. Zudem wäre Brighton bekannt, für all die Junggesellenabschiede und die wilden Partys an den Wochenenden. Natürlich war ich über ein Wochenende in der Stadt!
Ich kam an meinem Hotel an und draußen schwangen zig Regenbogenfahnen, spätestens jetzt wusste ich, es wird auf alle Fälle bunt!


Das Zimmer war deutlich größer, als das zuvor. Das Hotel war rappelvoll. Schwule Pärchen, viele Party-/Wochenendgäste und ein paar die für die Tattoo Convention angereist waren. Was ein wilder Mix. Ich wurde direkt darüber informiert, dass das Hotel im Keller eine eigene Diskothek habe. Diese habe bis 4 Uhr Morgens geöffnet. Los ginge es dort, wenn die abendliche Drag Queen Show beendet sei, also so zwischen 22-23 Uhr. So langsam bekam ich ein Gefühl für das, was mich so erwarten würde. Ich hatte aber kaum Zeit diese Infos sacken zu lassen, da ich bereits Mittags um 14 Uhr meinen ersten Termin auf der Tattoo Convention hatte. Den für Oma. Also ab zur Convention!

An dieser Stelle war ich überrascht und ein kleiner Anflug von Panik machte sich breit, schaffe ich es rechtzeitig zum Termin? Dies war das Ende der Schlange, rechts um die Ecke ging es mindestens nochmal so weiter, bis man denn dann endlich den Eingang erreichte. Seit den Veranstaltungen in London hatte ich bei keiner Tattoo Convention auf dieser Welt so eine lange Schlange gesehen. Es wurde knapp, da ich noch gar nicht wusste, wo ich Dolly finden würde. Eine Tattoo Convention, für die die noch keine besucht haben, ist aufgebaut wie eine Messe. Oft aber deutlich chaotischer. Kreative Menschen haben es seltener mit Ordnung und Struktur. Manche Stände haben auch ihre Nummer entfernt, weil diese nicht zum Design passte.

Damit ihr mal einen Eindruck bekommt.

Ich schaffte es so gerade noch pünktlich und dann ging es auch schon los. Die Künstler, auf diesen Events, sind wirklich sehr strikt und eng getaktet. Die Terminkalender sind voll. Die Mieten für die Stände sehr hoch und so muss der Umsatz passen.

Oma sollte ein Herz mit einem Kuchen bekommen. Als wir klein waren, ist Sie immer mit uns in ihr Lieblings Café gegangen und es gab für Sie, bei jedem Besuch, ein Stück Torte. Es ist meine Kindheitserinnerung an Sie. Das R steht für ihren Namen Ruth. Ich, die immer gesagt hat, es gibt nie einen Namen, mache hier eine kleine Ausnahme.

Stencil drauf und los!



Es passt einfach so perfekt. Oma liebte die Farbe rosa, Kuchen – und ich Sie. Die Stelle ist vielleicht ein bisschen merkwürdig, aber für Tattoos in der Größe geht mir einfach der Platz aus!
Mit dem frischen Tattoo bummelte ich ein wenig über die Veranstaltung und genoss die Eindrücke, bis ich oben die wundervolle Dachterrasse samt dieser wundervollen Aussicht entdeckte.

Was für ein schöner Sonnenuntergang!
Abendessen gab es in einer Pizzeria, allerdings reichte es nur für ein Foto vom Gin Tonic, da ich die Pizza direkt verspeiste.

Zeit für’s Bett, dachte ich. Zurück im Hotel war die Drag Show in vollem Gange. Der Empfangsbereich, der gleichzeitig auch als Restaurant, Bar, Gesellschaftsbereich fungierte, war rappelvoll! Ich hatte Schwierigkeiten überhaupt durch die Menschenmengen zu kommen. Die Lautstärke stand natürlich auf einem anderen Blatt. Oki doki, vielleicht sollte ich doch noch ein paar Bier trinken und mir die Show anschauen. Erinnerte mich an all die wilden Shows und die Ladyboys in Thailand. Ich fühlte mich dazwischen doch ganz wohl. Um 1 Uhr war ich im Bett. Spätestens um 10 Uhr Morgens musste ich allerdings schon wieder in der Schlange für die Convention stehen, denn ich hatte direkt einen der ersten Termine um 11 Uhr. Also direkt wenn die Convention ihre Türen öffnen würde.

Manni und ich starteten mit dem Tattoo im September 2019, als ich zuletzt für das 15th Anniversary der Tattoo Convention in London war. Nach all der Zeit schafften wir es nun endlich den geköpften Jungen Mann auf meinem Oberarm zu vollenden.

Der Gute sitzt oberhalb der Barong Maske aus Bali links und dem Tattoo aus Mexiko rechts. Ich finde er ist ganz hübsch geworden. Er ist auch auf dem Arm, auf dem ich meine Kali Göttin habt. Hierzu ist das ein ergänzendes Tattoo. Ihr könnt euch gerne über den Hinduismus und Kali schlau machen, wenn ihr die Bedeutungen kennen und verstehen möchtet. PS: Nein, ich hasse Männer absolut nicht – ganz im Gegenteil! 😉
Als wir zwei, nach getaner Arbeit, eine Rauchen gingen erzählte Manni mir von ihrem Lieblingsdrink auf der Veranstaltung, dem Dark’n’Stormy. Wie sollte es auch anders sein, ich musste den Drink einfach probieren. Dunkler Rum, Ingwer Bier und Limette.

Vorweg – ich bin ja sowieso kein Fan von süßen Getränken… Somit hatte ich direkt einen neuen Lieblingsdrink! Da dieser, ohne Mittagsessen, doch gar nicht so leicht zu verpacken war, stiefelte ich erstmal wieder über die Veranstaltung. Nach einem kleinen Snack war Zeit für Dark’n’Stormy Nummer zwei und dieser brachte mich auf dumme Gedanken! Also nicht, dass ich nicht grundsätzlich sehr begeisterungsfähig bin, auch für jeden anderen Blödsinn…aber heute gab einen Toothgem, also ein Glitzersteinchen auf dem Zahn. Ich entschied mich für ein rosanes Herz, passend zu dem Tattoo vom Vortag.

Das dumme Selfie, welches Diana direkt bekommen hat. Etwas unscharf, aber man kann es erkennen.
Im Nachmittag verließ ich die Veranstaltung, da ich von Brighton selbst noch gar nicht so viel gesehen hatte. Ich startete am Strand gegenüber, wo auch sonst.


Die Schönheit des Strandes hat mich total überrascht! Der blaue Himmel, die Sonne – ich strahlte einfach mal mit selbiger um die Wette.

Auch Abends und zum Sonnenuntergang einfach wunderschön!


Abends wurde ich von einem Langzeit On-Off Kandidaten versetzt, also dachte ich mir Zeit für einen Besuch in meinem Lieblingsrestaurant. Endlich ging es ins Wahaca.

Es gab ein Pacifico, ein mexikanisches Bier, Modelo war leider aus. Dazu Hühnchen Quesadillas.

Weiter ging es mit einer Rolle gefüllt mit Süßkartoffelpürre, auf Salat mit Spicy Mayo und Feta, sowie 3 Beef Brisket Tacos. Da ich ja kein Dessert Fan bin, gab es mein Dessert in flüssiger Form.

Ein Gin Tonic mit Grapefruit Note.
Am nächsten Morgen hieß es leider schon wieder Abschied nehmen von Brighton und zurück nach London. Es fährt stündlich ein Zug nonstop vom Bahnhof in Brighton bis zur London Bridge. Der Zug fährt eine gute Stunde, also wirklich geschenkt. Hätte ich das eher gewusst, wäre ich sicher schon öfter in Brighton gewesen. Brighton wird mich auf alle Fälle nochmal wiedersehen. Ich kann euch einen Ausflug nach Brighton, mit all den kleinen Gassen und süßen Geschäften, nur ans Herz legen!
Zurück in London war es an der Zeit in dem Hotel für die letzte Nacht einzuchecken.

Das Zimmer war ok. Von den dreien auf dem Ausflug sicher das mit dem geringsten Standard, aber es war sauber.

Wenn die Tattoofolie auf dem Oberarm aussieht, als hätte man sich heftig verrenkt und wäre getapt worden… Natürlich steht dort schon wieder ein Aloe Drink. Der war mit irgend einem Geschmack versetzt, ergattert in einem indischen Kiosk um die Ecke. So, kurz ausgeruht, frisch gemacht und wieder auf Tour!

Heute war der Borough Market an der Reihe. Essen über Essen – herrlich! Für mich der schönste Markt in Londons Innenstadt.

Ich startete mit einem Wrap, gefüllt mit Knobi Garnelen. Der war ok, aber ehrlich gesagt nichts besonderes.

Schlenderte weiter und blieb an der längsten Schlange auf dem Markt hängen. Ich hatte den Salted Beef Trend die letzten Tage immer mal gelesen, aber es nie probiert. Angestellt und 25 Minuten später hielt ich meinen Salted Beef Bagel in der Hand. Das war ein wirklich super überraschender Gaumenschmaus. So lecker hatte ich mir das Sandwich wirklich im Traum nicht ausgemalt. Absolute Empfehlung .

Kurze Erfrischung war an dieser Stelle auch nötig, es gab eine frische Limonade.

Nach so viel leiblichem Wohl, hieß es ordentlich Sightseeing und Strecke machen.

Das sah ein bisschen nach einen Open Air Ding aus, war aber geschlossen. Weiter ging es Richtung Themse.

Vorbei an dieser kleinen süßen Burg kam ich hier wieder an diesen Halbkugeln aus Kunststoff vorbei, unter denen man bei Wind und Wetter draußen sitzen kann. Ich bin ein Fan!

Die in Brighton waren komplett aus Kunststoff, diese waren hochwertiger und hatten einen Holzrahmen. So oder so eine tolle Erfindung.
Nun erreichte ich auch die Thmese.



Der Himmel klarte etwas auf und so lief ich weiter in die Stadt hinein.

Kurz eben an der St. Paul’s Cathedral vorbei und weiter ging es bis zum Buckingham Palace.

Nach keine Ahnung wie vielen Kilometern, war es Zeit in die U-Bahn zu hüpfen und „nach Hause“ zu fahren. Ich musste schließlich noch packen. Mein Flieger am nächsten Morgen sollte zeitig gehen.
Zeit für ein Abendessen im Hotelzimmer. Falls ihr euch fragt wie das geht? Ich habe „Lieferando“ Apps aus aller Herren Länder auf dem Handy. An dem Abend entschied ich mich für die koreanische Küche.

Von oben links: Misosuppe, junger Brokkoli mit Cranberreis in Sesamsauce, Knobi + Chili, Sundubu Jjigae (koreanische Suppe mit Tofu), Frühlingszwiebeln, Kimchi.
Also es war alles unfassbar gut, aber ich hatte mich eindeutig mit der Portionsgröße und der Menge verkalkuliert. Hier waren die Augen eindeutig größer, als der Magen. Die Menge hätte locker für 2-3 Personen gereicht. Ich aß so viel ich konnte und auch darüber hinaus. Also hatte ich die halbe Nacht Bauchweh. Manchmal ist meine Cleverness unglaublich… Nach einer kurzen Nacht und ein bisschen übermüdet ging es nun los Richtung Heimat.

Ab nach Draußen in die Kälte…

…gegen 6 Uhr Morgens eben ab zur Paddington Station und rein in den Zug, der direkt zum Flughafen fährt, dem Heathrow Express.

Die schönsten Ausflüge gehen einfach immer viel zu schnell vorbei und so hieß es nun Bye Bye England, Bye Bye London und Brighton, zurück in den Deutschen Alltag. Die Woche drauf wurde dann das MRT ausgewertet und der Bruch am Fuß, von der vorherigen Reise, bestätigt. Würfelbein gebrochen und ich Experte laufe, laufe und laufe, weil es zuvor hieß Bewegung sei gut, wenn es ein Bone Bruise sei. Also eine Entzündung des Knochen. Einer der Gründe, warum es immer noch nicht komplett abgeheilt ist. Aber ich trage meine Orthese mehr oder weniger regelmäßig und versuche es mit dem Blödsinn nicht zu übertreiben.
Ein paar Andenken an den Trip, die Convention und an das Erlebte sind immer gut! Hier ein kleiner Überblick meiner persönlichen Mitbringsel.

Jetzt heisst es noch heute arbeiten und los geht’s zurück nach London und von dort über Tarragona nach Barcelona. Ein bisschen mehr Farbe unter die Haut gibt es in London natürlich auch, aber es wird kein Foto bei Insta gepostet, dafür ist es ein bisschen ZU polarisierend/schlüpfrig. Also wer wissen möchte was und wo, lest den nächsten Beitrag 😉
Nun wünsche ich euch erstmal einen wunderschönen Juni und einen tollen Start in den Sommer. Mein Juni ist so vollgepackt, dass ich es nicht schaffen werde den nächsten Beitrag super schnell zu schreiben. Im Juli startet der neue Job, also kann ich euch gar nicht sagen, wann genau ihr wieder von mir hören und lesen werdet. Aber für das tägliche stalken teile ich auch weiterhin so ziemlich jeden Blödsinn in meinem Insta- und/oder WatsApp-Status. Bis bald Ihr Lieben ❤
