Edinburgh – Schottland

Da euch mein letzter Bericht über die Kurztrips nach Polen ganz offensichtlich zugesagt hat – hat doppelt so viele Ansichten, wie meine letzten Fernreisebeiträge – geht es damit einfach mal weiter.

Edinburgh Castle

Dieser Trip ergab sich für mich letztes Jahr recht spontan. Gut, was erzähle ich euch von Spontanität? Bei meinem letzten Trip nach Danzig lagen keine 14 Tage zwischen der Idee und dem Flug. Hier waren es circa 6-8 Wochen.

das erste Bierchen oben am Schloss in der Cannonball Bar

Warum Schottland und warum Edinburgh? Nach einigen Besuchen in Irland und noch ein paar mehr in England, war es zum großen Teil Neugierde. Zum perfect match kam dann aber noch eine Tattoovorlage von einem Künstler den ich sehr bewundere und der seit ein paar Jahren in Edinburgh lebt. Ich sah sein wanna do online und verliebte mich direkt! Kurzerhand per Mail einen Termin vereinbart (hatte vorher mal nach Flügen in dem Zeitraum geguckt). Zack kurze Zeit später ging es für mich auch schon los.

Da ich schon wusste, dass mir England und Irland, sowie die dortige Pub Kultur super gefällt, konnte wenig schief gehen. Ich weiss hier gehen die Geschmäcker weit auseinander und das ist auch völlig in Ordnung! Aber zu Zeiten unserer Großeltern, deren Eltern und auch noch als unsere Eltern jünger waren, gehörten Kneipen hier auch zum Leben dazu. Man traf sich dort nach Feierabend, am Wochenende – einfach immer. Es gab keine Handys mit denen man sich immer und überall erreichte. Aber in den Kneipen traf man seine Freunde, Bekannte, Nachbarn, Kollegen einfach immer jemanden. Auch wenn das bei uns in Deutschland so nicht mehr existiert, halten die Bürger der UK daran fest. Es ist deren Wohnzimmer und wenn man sich gut integriert kann man für ein paar Tage Bestandteil des Ganzen werden. Man lernt die Menschen kennen, hört ihre Lebensgeschichte bei gutem Bier oder mal einem Whiskey, versteht wie die Menschen Leben und ticken und bekommt so die Chance in diese Länder besser einzutauchen.

Der erste Weg führte mich durch die Fußgängerzone im oberen teil Edinburghs zum Schloss, wo ich bei strahlendem Sonnenschein mein erstes Bier trank.

Wie ihr seht hatte ich erstmal auch ein Wahnsinns Glück mit dem Wetter. Hier wird es selten über 20 Grad warm, auch im Sommer, und ein bisschen Regen gehört ansich zum guten Ton.

Ich bummelte so vor mich hin und entdeckte einen Burrito Shop. Illegal Jack’s packt dir alles auf deinen Burrito, was du gerne hättest. Es gibt dazu diverse Softdrinks und die guten Thistly Cross Cider. Ich hatte das Ingwer Cider, nicht jedermanns Geschmack, aber ich mag es super gerne. Der Burrito war mit extra Käse und mal in Veggie schön mit Jackfruit.

Den ersten Abend ließ ich, so wie die anderen auch, im Whiski ausklingen. Einem hübschen Pub in der Nähe vom Hostel mit einer Whiskeykarte die sich sehen lassen kann. Auf dieser könnt ihr über 50 Sorten Whiskey finden.

hierzu dann auch mal ein Wasser

Die Bierauswahl ist auch nicht schlecht, aber das Highlight ist definitiv die live Musik! Schade, dass ich euch hier keine Videos reinpacken kann. Aber die von euch, die bei Facebook oder Insta sind finden auf meiner Seite sicher Videos der Musiker!

pochierte Eier (sind in allen anderen Ländern gekochte Eier) auf Brot mit Avocado

Nach einem ordentlichen Frühstück ging es den nächsten Tag dann auch schon zu Elliott. Elliott Wells hat einen ganz eigenen Stil und neben seinen Monstern ist er bekannt für seine Peonies. Zu Deutsch für seine Pfingstrosen. Meine beinhaltet dazu noch eine leckere asiatische Nudelsuppe.

sorry für die Bikinihose… hier das Kunstwerk

Als ich die Skizze des Tattoos auf der Seite von Elliott sah, wusste ich einfach ich muss diese Blume haben! Wenn nicht ich, wer dann? Wie ihr seht, ziert dieses Kunstwerk meinen kompletten linken Oberschenkel außen und ist entsprechend groß. Hierfür lag ich dann volle 5 Stunden unter der Nadel. Mit Pausen waren das knapp 6 Stunden im Shop.

Puh, Zeit für etwas ordentliches zu Essen. Ich war erstmal platt und meine Energiereserven dahin. Zeit für Pizza im O’Oliviero 🙂

Und auf jedenfall auch ein Cider – cheers

Danach ging es erstmal ins Zimmer und ich gönnte mir ein Nickerchen. Aber falsch gedacht! Ich schlief im Highstreet Hostel, super Lage. Aber das war auch schon das einzig positive. Gut, das Personal war super freundlich. Nur das Hostel selbst wahnsinnig alt und herunter gekommen. Die Sauberkeit ließ zu wünschen übrig und in meinem 8-Personen-Zimmer war ich die einzige, die gleich für mehrere Nächte gebucht hatte. Alle anderen wechselten täglich. Somit scherten diese sich weder um Lärm oder um Höflichkeit. Ladies, die vom wandern kamen, stellten ihre höllisch stinkenden Schuhe im Zimmer ab, weil Sie Angst hatten die könnte jemand klauen. Ich schwöre euch, niemand hätte diese bestialischen Schuhe haben wollen… nur musste ich in dem Mief schlafen. Widerlich! Die Duschen waren auf der Etage und genau wie die Toiletten Unisex. So weit so gut. Nur wie auch schon in den Zimmern hatte man es hier nicht mit dem Putzen. Für 30€/Nacht gar nicht mal so günstig. Gut Hostels in den UK sind grundsätzlich echt teuer. Nur Hotels eben noch teurer. Mist, um die Ecke war ein MotelOne Hotel für 70€/Nacht. Ich habe hier wirklich am falschen Ende gespart. Aber gut, ohne Nickerchen – es wurde gerade gesaugt (der 100Jahre alte Teppich) – ging es dann in eine Whiskey Bar.

Der Tätowierer hat mir die Beste im Ort empfohlen. Es ging in die Usquabae Whiskey Bar. Da man keine Fotos machen durfte, poste ich hier mal die Adresse: 2-4 Hope St, Edinburgh EH2 4DB, Vereinigtes Königreich. Es lohnt sich, denn es ist die am besten sortierteste Whiskey Bar Edinburghs mit weit über 100 verschiedenen Whiskeys.

Nächster Tag mit fast demselben Frühstück 🙂

heute mal Bacon statt Avocado

Ich guckte mir die Stadt besser an und lief von oben über die Cockburn Street in S-Form nach unten. Auf dieser Straße befand sich auch da Frühstückslokal, so wie ein paar wirklich süße kleine Shops, die zum shoppen nur so einluden.

Cockburn Street

Vorbei ging es dann an dem Park unterhalb des Castle.

Von dem Park gesehen auf der anderen Straßenseite beginnt dann die richtige Fußgängerzone und das normale Leben außerhalb der Altstadt. H&M, Zara und Co. liegen hier neben dem Boots (der britische dm) und überall tummeln sich Straßenmusiker, wie in Irland auch.

Ich lief den Tag viel durch die Stadt, bis ich an einen anderen Park kam.

Das war dann auf jedenfall die Businessecke und es wurde fleissig gebaut. Was ist aber ein Besuch in UK ohne einen Besuch im Wahaca? Eindeutig die beste mexikanische Restaurantkette weltweit! (bzw. von England und Schottland – woanders gibt es kein Wahaca)

Krebsfleisch mit Avocado und eingelegten Zwiebeln
Hühnchen mit Guacamole und roten Zwiebeln
Toastado gefüllt mit Süßkartoffel an Feta mit Salat
uuuund Maiskolben mit Chipotle, Käse und Zucker

Ok ich weiss, ich wirke verfressen. Bin ich in dem Laden auch 🙂 Meine Kilos muss ich mir ja auch redlich anfuttern und bei viel Bewegung geht das so am Besten.

Die Tour durch die City führte mich erstmal wieder den ganzen Hügel hinauf… zu Fuß natürlich. Von dort über die Highstreet in den dahinter liegenden Teil der Stadt.

vorbei an der Kirche
über diese hübsche Brücke

Über die untere Straße würdet ihr, an den bunten Häusern vorbei, zum Grassmarket kommen. Dort lag der Tattoo Shop – direkt an einem schönen Markt.

Ich tingelte weitere zwei Stunden durch die City und endlich setzte am letzten Abend das britische Wetter ein. Ich hatte es so gar nicht vermisst…

mein „ich mag Regen einfach nicht“ Gesicht

Was sollte ich denn bei Regen nur machen? Richtig, essen 🙂 Also ging es ein letztes Mal Abendessen. Diesmal gab es leckere Burger mit Süßkartoffelpommes.

Das Lokal hieß Brgr und erinnerte stark an ein Burgerrestaurant in Amerika, zumindest wie man die sich vorstellt. Neben mir saß ein Mann mit seinem Sohn und der durfte sich alles aussuchen, was er auch essen konnte. Ich glaube das war das glücklichste Kind, das ich an dem Tag gesehen habe.

Nach einem Absacker im Whiski ging es den nächsten Morgen auch schon wieder nach Hause.

Alles in allem ist Edinburgh eine wirklich tolle Stadt. Man kann hier super ein Wochenende (auch ein langes) verbringen. Mir, ganz persönlich, gefällt Dublin einfach besser. Aber vielleicht auch nur, weil in Dublin so viele witzige Dinge passiert sind. Gebt da nicht zu viel drauf, anschauen schadet nie und reisen bildet! Also immer nur los mit euch 🙂

Ich werde mir bei Gelegenheit nochmal Glasgow anschauen, denn da gibt es den besten Straßenmusikanten den ich bislang so gehört habe 🙂

Veröffentlicht von easy-the-gypsy

Bunt, verrückt und für jede Reise zu haben

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