Singapur, Malaysia und Vietnam von der puren Sauberkeit bis zum Skorpionstich

Singapur, eindeutig das sauberste Land der Welt. Gut, in keinem anderen Land der Welt gibt es die Todesstrafe für ein auf die Straße gespucktes Kaugummi… Aber man sieht auch überall und den ganzen Tag Menschen von der Stadtreinigung. Nirgendwo liegt Müll auf der Straße, auch keine Blätter/kein Laub, die öffentlichen Mülleimer sind sauber bzw. leer. Es ist unglaublich! Dafür kostet aber eben auch alles ein Vermögen. Das gute Zimmer im Hostel, mit Etagenbad kostet die Nacht mal eben 45 Euro (in Süd-Ost-Asien sonst 5-10 Euro, in Europa 10-30 – je nach Land). 5 Bier am Abend in einem Bucket kosten auch direkt 50 Euro, die guten 0,33 Flaschen. Also alles in allem auch definitiv eines der teuersten Länder der Welt.

Gekommen war ich, weil einige Freunde aus Thailand an der Tattoo Convention teilnahmen. Ich helfe dann ab und zu eben ein bisschen aus, wenn es mit dem Englisch schwierig wird. Englisch ist neben Mandarin nämlich auch die Amtssprache in Singapur. Zudem kamen etliche Künstler/Tätowierer ja aus aller Welt zu dieser Show. Irgendwann kennt man sich untereinander oder zumindest in Asien und die Australier, die immer dabei sind. Da ich auch seit Jahren in Europa Veranstaltungen besuche, trifft man immer wieder auf bekannte Gesichter. Was natürlich von Vorteil ist, wenn ich selbst bunte Haut und Andenken sammle.

diese hübsche Lady gab es von einer Australierin

Hier durften sowohl mein Ex wieder ran, als auch eine nette Australierin mit thailändischen Wurzeln. Zudem habe ich euch auch mal ein Bild der Veranstaltung dazu gepackt.

ein weiteres Tattoo von meinem Ex
Singapore Ink Show

Sightseeing durfte natürlich auch nicht fehlen. Das machten wir dann vor und oder nach den Shows. Meine Freunde schliefen im Hotel. Reisen ist für Thais (außer für Nana inzwischen) so eine Sache. Am besten niemals alleine, sondern nur in Gruppen. Zudem muss man dann so gut wie keine andere Sprache sprechen und am besten in Asien, da gibt es immer irgendwo ein Lokal mit thailändischem Essen… Im Hostel schlafen geht natürlich auch gar nicht. Mit Fremden… warum das denn? Herrlich! Ich amüsiere mich immer köstlich! Das schöne war ich hatte mein Hostel und war unabhängig, konnte also alles machen, wozu ich Lust hatte. Ab und zu aß ich alleine woanders oder schleppte 1-2 Leutchen mit.

Nach dem ersten Abend und den Preisen beim Bier, überlegten wir uns eine Alternative für die nächsten beiden Nächte. Keiner von uns hatte Lust 10€/Bier zu bezahlen. Da die anderen aber ja nun recht Reiseunerfahren waren, schlug ich vor Bier im Supermarkt zu kaufen. Wir hatten ja den Buggy (eines der Paare hatte den Nachwuchs mit). Zu dem selbst gekauften Bier gab es einen Abend frische gegrillte Krebse für alle, gesessen haben wir auf dem Bordstein. So geht das mit dem Backpacken.

Zum Sightseeing – wir guckten uns eigentlich alles an, was man so in ein paar Stunden hier und da schaffen kann. China Town, sämtlich Shopping Malls, den chinesischen Temple, den hinduistischen Temple, Marina Bay, den Hafen samt Restaurant und eben Bugis – das Ausgehviertel, um die Ecke.

der chinesisch buddhistische Temple
hinten seht ihr das Marina Bay
Illumination einer Brücke
der kleine Hafen
der hinduistische Temple
wenn alle Vans Fans sind
und der Buggy für den Biertransport her halten muss

Alles in allem waren es ein paar schöne Tage, aber eher wegen der Menschen, als wegen dem Land. Für mich hat Singapur den einzigen Vorteil, dass die Menschen besser Englisch sprechen. Ok gut und es ist suuuuper sicher. Aber ich komme nicht zurück 🙂

Malaysia – oder für mich und in diesem kurzen Bericht – Kuala Lumpur. Mehr habe ich bis jetzt nämlich noch gar nicht von Malaysia gesehen. Seid also nicht böse, wenn ihr von den schönen Inseln wie Langkawi (von Koh Lanta in Thailand mit dem Boot erreichbar) oder einer anderen Perle wie Pulau Tioman (gilt noch als Geheimtipp) hier nichts hört. Der Bericht wird im allgemeinen recht kurz und knapp ausfallen, da ich nur für eine Nacht und auf der Rückreise nach 4 Monaten Asien dort war.

China Town Klappe die 196

Wie in jedem anderen Land Asiens auch bzw. alleine schon in jeder größeren Stadt, gab es natürlich auch in Kuala Lumpur eine weitere Variante von China Town. Der Kasturi Walk ist so ziemlich der Touri Spot. Es gibt lauter Souvenir Shops, kleine Essensstände und eben alles was das Herz der Touris begehrt. Natürlich durfte auch das Foto vor den Petrona Towers nicht fehlen. Da es genau dieses Bild schon so oft gibt, hab ich es einfach mal anders gemacht 🙂

Yummy Sandwich

Zu KL selbst hab ich eben nur einen kleinen Eindruck bekommen. Man merkt aber durchaus, dass die Mehrheit der Gesellschaft dem muslimischen Glauben angehört und diesen auch auslebt. Eine kurze Hose wurde direkt mehrfach kommentiert, sodass ich mich direkt mal eben wieder umgezogen habe. Tagsüber eine wirklich spannende Stadt, für Alleinreisende Blonde Frauen dennoch nicht unbedingt zu empfehlen. Man wird überall angesprochen und belästigt. Ich habe mich echt wahnsinnig genervt gefühlt. In Chinatown und auf dem Kasturi Walk ging es, sonst bin ich so oft umgedreht, wie noch nie! Nachts schliefen überall Männer auf platten Pappkartons in sämtlichen Ecken. Die sind nach Malaysia gekommen, um dort zu arbeiten. Überwiegend aus ärmeren muslimischen Ländern. Ich wurde auch direkt im Hostel gewarnt bitte alleine Nachts nicht rauszugehen. Nicht einmal 20m für ein Taxi. Malaysia hat definitiv schöne Ecken. Aber ich kann euch von KL nicht wirklich viele tolle Dinge berichten.

Deswegen machen wir einfach direkt mal weiter mit Ho-Chi-Minh-Stadt, oder wie die Einheimischen ihre Stadt nennen, Saigon. Auch hier handelte es sich für mich um einen kleinen Zwischenstop – 2 Nächte, 3 Tage. Aber die habe ich in vollen Zügen genossen!

Vom Flughafen ging es mit dem Taxi in die Stadt, durch ein paar verwinkelte Gassen hin zu meinem kleinen Homestay. Verrückt, hier waren noch mehr Roller unterwegs, als in Bangkok. Was ein Gewusel, aber ich fühlte mich direkt wohl. Hier wurde auch mehr um Preise gehandelt, top! Leider finde ich den Namen vom Homestay nicht mehr, aber es war ein schmales kleines Haus. 3 Zimmer wurden vermietet und den Rest bewohnte die Hostelbetreiberin mit ihren Eltern. Die war wirklich Bildhübsch. Hatte einen Freund in Frankreich und sprach auch hervorragendes Englisch. Ich hatte das Zimmer im Erdgeschoss. Saß dort kurz in dem Gemeinschaftsbereich und lernte direkt ein französisches Pärchen kennen. Sie die typische Französin, er aber akzentfrei. Wie sich später herausstellte, kam er aus Venezuela und war dann nach Frankreich gegangen. Super nett die beiden und wo wir da so schön saßen, buchten wir direkt eine Tour für den nächsten Tag.

Es ging zu einer Kirche, welchem Glauben diese angehörte, ist mir tatsächlich unbekannt. Es könnte sogar eine christliche Kirche sein.

Von dort ging es zu einer Glaserei. Da durfte man nur leider keine Bilder machen. Auf dem Weg dorthin lernten wir (die beiden Franzosen und ich) zwei weitere Deutsche aus München kennen. Die waren so die typischen Deutschen. Wir amüsierten uns köstlich über die gebügelten Hemden bei über 30 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit. Gut, die zwei Helden kamen auch nicht darauf, dass ich ebenfalls Deutsche bin. Sie sprachen auch Englisch mit bayrischem Akzent. Die beste Frage war dann die an mich „wie kann man denn so tätowiert bei einer Versicherung arbeiten?“ Seid euch sicher, es geht!

Die Helden haben sich uns dann für den Abend angeschlossen. Allerdings ging unser Hostel Trio schon früher los – safety first! Es gabe eine Kiste Pils und was zu Essen. Da kamen dann unsere neuen Freunde (oder auch Unterhaltungsfaktoren x2) um die Ecke. Wir gingen was trinken und zogen um die Häuser. (ich hab von dem Abend leider kein einziges Bild) Weiter ging es in eine Bar, in der auch Gogo’s tanzten. Wir ließen es krachen. Durften später die Musik mitbestimmen und lernten auch das ganze Personal kennen. Weit nach Mitternacht auf dem Klo passierte es dann, ein Skorpion stach mich wohl in meinen Fuß. Blau wie ich war, merkte ich nicht mehr viel! Also stiefelte ich später mit Margo und ihrem Freund zurück nach Hause.

Am nächsten Morgen wurde ich geweckt. Ich hatte eine Mekong Tour gebucht. Heimatland, ich wollte nur sterben! Es ging mir so unfassbar schlecht, das kann sich keiner vorstellen. Mein Fuß tat weh und ich wusste nicht genau warum. Zudem hatte ich den Kater des Todes. Gut, ich kaufte 2l Wasser und stieg in den Minivan. Dort saß ein junger Brite, der litt genauso sehr, wie ich! Zudem zwei ältere Pärchen, die waren das blühende Leben. Gut, die Tour ging los und wir fuhren erstmal eine Zeit über den Mekong River.

gab auch schon mal eine Kokosnuss gegen die Dehydrierung

Von dort ging es weiter zu einer Brennerei. Einer Reisschnapsbrennerei – wuhuuu was eine Freude. Mir ging es immer noch jenseits von gut und böse, aber mit gehangen, mit gefangen! Immerhin durften wir probieren. Das Zeug brannte in der Kehle, wie Zunder. Egal, der kleine Engländer und ich langten zu und tranken brav auch die Pinnchen derer, die nicht wollten. Dann ging es zum Highlight der Brennerei. Dem Kobraschnaps. Oki doki, da lag das Vieh dann gekringelt in einem Plastikbehälter und der Schnaps wurde drauf geschüttet. Lecker. Probieren wollten da nur noch der Engländer und ich, aber auch nur weil der Kater dann hoffentlich irgendwann nachließ….

in den Flaschen daneben steht der klare Schnaps

Weiter ging es mit kleinen Booten zu einer Show in den Dschungel.

Anschließend gab es da auch was zu essen. Kleine Sommerrollen (nicht gebratene Frühlingrollen mit Hoisinsauce), frischen Fisch, Salate, Reis, Dips – einfach alles. Zudem auch noch Bierchen, der Engländer und ich waren happy und befreit vom Kater des Todes.

Auf dem Rückweg ging es noch zu den Tunneln von Củ Chi, die aus dem Krieg stammen. Es war schon wirklich gruselig und spannend zugleich.

Es gab dort noch viel mehr zu sehen und auch zu hören. Dennoch muss man den Krieg nicht länger zum Thema machen, als nötig. Ich denke keiner von uns kann sich wirklich vorstellen in so schmalen und engen unterirdischen Tunneln zu leben, um zu überleben. Alleine das einmalige durchkriechen war kein Hit.

Vietnam hat aber noch so viele schöne Ecken, ich komme sicher wieder.

Hier nochmal zum anschauen die kleinen ausgestopften Krokodile vom Flughafen in Hanoi 🙂 Wie gesagt, es gibt nichts was es nicht gibt!

Und für alle die sich fragen , was mit meinem Fuß ist – alles wieder heile. Erst zwei Wochen Antibiotika und dann verschiedene Mittel vom Hautarzt samt Info vom Tropeninstitut. Gehe nächstes Mal schön brav vor Ort zum Doc. 🙂

Veröffentlicht von easy-the-gypsy

Bunt, verrückt und für jede Reise zu haben

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