Spanien – Barcelona, Tarragona, La Mora und auch ein bisschen Malaga und Madrid

Spanien keine 3 Stunden Flug und keine 17 Stunden mit dem Auto, bis man rund um Barcelona ist. Das erste Mal nach Spanien, abgesehen von Mallorca, Fuerteventura oder anderen Kanaren oder Balearen, ging es für mich mit 8. Diesen Sommer also vor 25 Jahren. Mein Papa kam eines Tages von einem guten Freund nach Hause und teilte uns mit, wer will kann an Tag X seine Tasche ins Auto packen und es geht los. Die Familie seines Kumpels käme auch mit. Zu der Zeit waren meine Eltern noch zusammen und jeder der Ute (meine Mutter) kennt, weiss Sie hatte niemals Lust mehr als 10 Stunden im Auto zu sitzen. Eine Flugreise ok, aber im Auto und ohne Luxus? Also versuchte Sie uns Kinder davon zu überzeugen nicht zu fahren. Lange Rede kurzer Sinn, am Ende packten alle ihre Sachen und es ging für 10 Tage 1593km von hier aus nach La Mora. Schön mit dem alten 850er Volvo.

Da waren wir gerade zurück von der ersten Reise, links die bin ich

Auch wenn das Jahr darauf das letzte war, in dem Ute mitgekommen ist, fuhr ich mit Papa tatsächlich mehr als 10 Jahre am Stück und meistens auch für die vollen 3,5 Wochen dorthin. Die ersten Jahre kam meine Schwester mit, später nicht mehr. Auch war meine liebe Tante Elke einen Sommer mit von der Partie. Mal Freundinnen und ab und zu nur Papa und ich (gut, plus die befreundete Familie) Tatsächlich hatte ich sogar einen Revival Trip im Juni 2020 geplant, der nun leider ins Wasser fällt…wirklich schade. Vielleicht finde ich ja wenigstens irgendwann in 2020 noch ein Wochenende an dem ich hin kann. Mal sehen, was Corona und allen noch so bringt. Erstmal kommen ja jetzt die Lockerungen 🙂

das gute Pan con Tomaté (Brot mit Olivenöl und Tomate), frische Oliven und ein Cerveza (2018)
der gute Torre auf dem Campingplatz oben (2018)

Es gibt eine Menge schöner Erinnerungen und natürlich auch viele mit einem Hauch von Blödsinn. Mit 14 nahm die Tochter von Papa’s Kumpel mich mit in die örtliche Diskothek (La Venta – gab es nur noch das und das darauf folgende Jahr). Es wurde mit Peseten in die Gläser geworfen und wer verlor musste das Glas auf Ex trinken. Ich war ein super Verlierer. 🙂 Später entleerte ich meinen Mageninhalt im Kinderzimmer über die neue Hose meiner Schwester, die Sie gerade stolz auf dem Boden ausgebreitet hatte. Es kam keine Begeisterung auf! Das Jahr drauf gab es Horden von Teenies im Ort, Deutsche, Franzosen, Holländer und Spanier. Super, also wurde das mit dem Trinksport weiter trainiert und der Martini (kann ich bis heute weder sehen, noch riechen) wurde reichlich zur Gemüte geführt. Witzige Urlaube und für meinen Papa sicher auch öfter mal eine Herausforderung. Ich war ja auch nicht immer der unkomplizierteste Teenie. #keinheiligenschein

mit 15 Abends bei James Sangria trinken, La Mora, Spanien (2002)
im selben Jahr Morgens schön mit Kippe, La Mora, Spanien (2002)

La Mora ist ein kleiner Ort an der Costa Daurada, gute 85km südlich von Barcelona. Von Barcelona aus kommt erst Sitges, Calafell, Creixell, Torredembarra, Tamarit (hat Sarah Connor geheiratet) und dann La Mora. Dieser winzige Ort mit nicht einmal 5.000 Einwohnern hatte entweder keins oder hin und wieder mal ein kleines Hotel, einen großen Campingplatz und ein paar Ferienwohnungen. La Mora gehört zu Tarragona mit 134.515 Einwohnern, schon eine der größeren Städte Catalunyas. Gesprochen wird Spanisch, oder eben mit Händen und Füßen. Schon als Kinder malten wir mit den spanischen Kindern Bilder in den Sand und jeder schrieb in seiner Sprache das Wort dazu auf. Die kleinen Orte, die ich oben aufgezählt habe, sind alle schön. Für einen Tagesausflug immer ein absoluter Tipp. Meine Favoriten sind aber eindeutig La Mora, Tarragona und Barcelona. Dennoch kann man problemlos mit dem Zug oder Bus von Ort zu Ort. Der Zug fährt an der gesamten Küste entlang. La Mora hat zwar keinen eigenen Bahnhof, kann aber von Tarragona super mit dem Bus erreicht werden. Ab Torredembarra oder Altafulla geht es sonst auch mit dem Taxi, sind näher dran.

Natur an der Costa Daurada
Natur an der Costa Daurada
Strand von Coma-Ruga, Costa Daurada
Natur an der Costa Daurada
Streetart in Coma-Ruga, Costa Daurada
Streetart in Coma-Ruga, Costa Daurada
wie der Bauer guckt, wenn es Geschichte zu sehen gibt – Costa Daurada

La Mora ist ein winziges Nest und bietet außer dem Campingplatz, viel Natur drum herum, einem FKK Strand nebenan und Klippen zum Klippen springen, nicht sehr viel. Dafür ein top Ort für Familie und Kinder. Man kann niemanden wirklich aus den Augen verlieren. Sicherheit bekommt hier 10/10 Punkten. (Wurde selbst beim Klippen springen erwischt) 🙂

Der Strand in La Mora, maximal 800m breit

Tarragona hat eigentlich alles. Eine schöne Fußgängerzone, eine Markthalle, eine Stierkampfarena, mehrere Strände, Restaurants, ein Amphitheater, viele alte Gebäude und eine Menge Geschichte und Kultur. Ich kann euch auch die Friseure empfehlen. Arbeiten sowohl bei Schnitt und Farbe völlig anders, als wir. War immer spannend. Auch die schönste Kirche, die ich kenne steht hier. Die Fotos habe ich einfach mal von der Instagramseite der von Tarragonaturisme gemopst. Da ich ja überwiegend als Kind und Teenie da war, habe ich selbst nicht ganz soooo viele Bilder gemacht. 🙂

Barcelona – die Hauptstadt Catalunyas und auch für mich eine super schöne Stadt. Ich bin immer gerne hier. Als nur noch die Männer (Papa und sein Kumpel) mit dem Auto fuhren und wir flogen, roch es direkt am Flughafen schon nach „Zuhause“. Es ist wirklich verrückt, was Gerüche so alles ausmachen. Was es hier alles zu sehen gibt? Eine riesen Menge! Die Las Ramblas, vermutlich die berühmtestes Shopping Meile Europas. Gaudí, der sich mit dem Park Güell und der Sagrada Familia, sowie mit einige anderen Bauten unvergesslich gemacht hat. Die unglaubliche Markthalle direkt neben den Ramblas. Der schöne Hafen mit dem Aquarium. Das Fußballstadion samt der schwarzen Madonna. Das gotische Viertel, das indische Viertel, all die schönen Ecken dieser lebhaften Stadt. Ich bin ein riesen Fan. Am Placa Catalunya fahren auch zwei Linien an Hop on Hop off Bussen. Falls ihr genug Zeit habt, gönnt euch den einen Tag die eine und den anderen Tag die andere Linie. Dann habt ihr zumindest das Sightseeing so ziemlich abgehakt.

Zu meinem Tattoo für Spanien kam ich ebenfalls in Barcelona. 2015 war ich mit einer Freundin für ein verlängertes Mädels-WE hier und natürlich zur besten Zeit, die der Tattoo Convention. Den ersten Abend in der Nähe der Ramblas, wurden wir für 2 Sangria und 2 Baguettes ordentlich über den Tische gezogen. Wir durften glatte 50,00 Euro bezahlen für eigentlich nix. Einen anderen Abend hatten wir KO-Tropfen im Glas und nach einem halben Glas haben wir den Laden verlassen… Mal wieder alles voller Abendteuer. Aber gut, der Rest des Trips war super! Den Tag auf der Convention genossen wir ebenso, wie man auf den Bildern sieht. Ich habe mich für einen kleinen Kaktus entschieden, irgendwie passte der für mich super zu Spanien. Gestochen von der lieben Schwedin Liza Nordqvist oder bei Insta auch filthyswede.

L’Aquarium Barcelona
L’Aquarium Barcelona
Playa Barceloneta, Barcelona
Futbol Club Barcelona
Las Ramblas, Barcelona
Streetart, Barcelona
ich habe mich getarnt
gotisches Viertel, Barcelona
Papa’s Kirche ohne Dach (Catedral de la Santa Creu i Santa Eulàlia), Barcelona
ein Snack in der Markthalle, Mercat de la Boqueria, Barcelona
Tattoo Convention Barcelona
Bondage Show, Tattoo Convention Barcelona
Tattoo Convention Barcelona

Salou eher der Party Ort der Costa Daurada und extrem beliebt bei unseren englischen Mitbürgern. An den ersten Anblick erinnere ich mich gut. Papa warnte uns vor, wir würden viele betrunkene Menschen mit schrecklichem Sonnenbrand sehen – wie recht er hatte. Trotz allem Übels gibt es ein bisschen außerhalb einen super Freizeitpark und der lohnt sich immer! Der Port Aventura ist wirklich ein richtig schöner Freizeitpark mit allem was das Herz begehrt. Eine riesen Holzachterbahn, eine Loopingbahn (zu der Zeit die größte Europas), verschiedene spannende Themenparks und Abends zum Schluss eine tolle Lichtershow auf dem See des Parks (ich glaube gegen Mitternacht).

https://www.portaventuraworld.com/de

Zu Madrid habe ich tatsächlich nur ein Bild vom Hostel. Ich hatte damals einen kurzen stop over, auf dem Weg von Deutschland über Spanien nach Panama und dann nach Costa Rica. Das Hostel war wirklich super und wahnsinnig zentral. Auch die Innenstadt und die Fußgängerzone machten einen super Eindruck.

Cats Hostel Madrid Sol

Malaga – was hatte ich auf dem Ausflug ein Glück. Sommer, Sonne, Sonnenschein und das alles Anfang Dezember. Man fliegt hier weg, ohne gefütterte Stiefel und den dicken Daunenmantel. Manchmal hat man ja auch einfach Glück. Ein älterer Herr schleppte Getränke in Dosen in einer Einkauftüte mit sich umher, um diese zu verkaufen. Ergattert wurde direkt am ersten Tag ein eisgekühltes San Miguel (Bier) mitten im Sand am Strand und das bei 20 Grad und Sonnenschein. Traumhaft! Das Hostel mit Doppelzimmer lag nur eben auf der anderen Seite der Brücke, direkt an der Innenstadt. Hier gab es alles was das Herz begehrt, Geschäfte, Restaurants, Bars – es schließt im Winter nur alles an Gastronomie gegen 1 Uhr Nachts. Wer feiern gehen möchte, findet (im Winter) nur einen einzigen Club, der überhaupt geöffnet hat. Die jungen Leute aus dem Hostel, die selbigen Club aufgesucht hatten und auch wieder hin wollten, waren 17-20 Jahre. Also nicht ganz das was meinem Alter entsprach. Dann doch lieber Bier auf der Dachterasse mit Blick über Malaga. Der Weg zum Strand führte an einer wunderschönen Strandpromenade entlang. Dort gibt es Geschäfte und Buden mit lauter handgemachten Dingen. Am Strand selbst kann man ewig entlang laufen und findet unterwegs auch die richtig guten Fischrestaurants in erster Reihe. Nicht unbedingt billig, aber jeden Cent wert. Auch sehr zum empfehlen ist hier die Kawai Tropical Bar und die wirkliche leckeren Poké Bowls. Yummy. Für einen Kurztrip immer wieder gerne.

Weihnachtsbeleuchtung der Innenstadt, Malaga
Dachterasse des Casa Al Sur de Terraza Hostel, Malaga
Dachterasse des Casa Al Sur de Terraza Hostel, Malaga
Dachterasse des Casa Al Sur de Terraza Hostel, Malaga
Innenstadt, Malaga
Innenstadt, Malaga
Kawai Restaurant, Malaga (in der Schale Poké Bowl mit Thunfisch, Ananas, Endame, Avocado und Massago)
Flamenco mit dem Graffiti, Malaga
frischer Zuckerrohrsaft an der Strandpromenade, Malaga
Palmen am Strand, Malaga
Luftsprünge im Sand, Malaga
Früstück mit Café con Leche (Milchkaffe), Zumo de Naranja (frischem O-saft) und Pan con Tomate y Atun (Brot mit Thunfisch + Tomate)

Leute, versucht es einfach mal. Die leckeren Tapas an jeder Ecke, guten Wein, Sangria frisch zubereitet, Morgens das leckere Brot, den guten Café con Leche, frischen O-Saft, lauter schöne Ecken, eine Menge Geschichte, gutes Wetter und eben überall an der Küste – Strand. Herrlich!

Veröffentlicht von easy-the-gypsy

Bunt, verrückt und für jede Reise zu haben

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