Bacalar – das Salsa Paradies und Chetumal

Auch hier war es natürlich erstmal eine ganze Strecke, die ich nach dem morgendlichen Schock mit dem verfärbten Handtuch und dem Schaden am Auto zurück legen musste. Um für euch das auch wieder zu veranschaulichen, mal der optimistische Ausschnitt von Google.maps 🙂

Nach einer weiteren Fahrt von knapp 3 Stunden die Ostküste Mexikos runter nach Süden, kam ich an. Bacalar – ein Tipp einer Mexikanerin, die ich bei meinem Trip nach Dublin im November 2019 im O’Conolly Pub in Galway kennengelernt habe. Da würden die Mexikaner hinfahren, es wäre wunderschön und im Vergleich zum Rest von Yucatan weniger touristisch, weil es eben an einem See liegt und nicht am Meer. Hier also zum Yak Lake House, dafür wurde in Tulum schon die Werbetrommel gerührt, eingecheckt und den Blick auf den See für super erachtet. Nur im Hostel sitzen ist aber ja öde, also erstmal zu Fuß zu der Bäckerei die ich unterwegs entdeckt hatte.

Von hier aus wieder zum Hostel und das wichtigste nach 3 Stunden im Auto? Füße hoch 🙂

Aber natürlich nicht zu lange, der welcome drink muss noch getestet werden. Eine super Auswahl zwischen Gin-Tonic, Tequila Sunrise und noch einem Cocktail/Longdrink, den mein Spatzenhirn schon wieder vergessen hat. Da ich ja nicht so der Wahnsinns Fan der süßen Drinks bin, gab es den Gin-Tonic. Schön am späten Nachmittag und mit Blick auf den See.

Die Zeit rennt ja quasi immer und besonders im Urlaub. Noch bevor ich gucken konnte dämmerte es schon und ich bekam Hunger. Also mal eben schnell Google angeworfen und direkt nebenan ein tolles Restaurant entdeckt. La Playita – direkt am See und ich bekam einen Platz in der ersten Reihe. Es gab, natürlich, Tacos mit frischem Fisch.

Dazu konnte man selbst auch noch diverse Dips wählen. Sehr lecker! Es ging zurück nach nebenan und dort an die Bar. Lustigerweise sah der Kellner einem Bekannten von mir aus Nicaragua zum verwechseln ähnlich! (es klärte sich aber auf, dass die beiden nichts miteinander zu tun hatten)

Je länger ich an der Bar verweilte, mit umso mehr Menschen kam ich ins Gespräch. Auch wenn ich tatsächlich etwas kaputt war, wollten alle anderen unbedingt ausgehen. Wer mich kennt weiß allerdings, dass ich mich da nach ein paar Bier nicht lange bitten lassen. Da die Auswahl an Lokalitäten recht gering ist, bleibt einem erstmal nichts anderes übrig, als das La Catrina. Ein recht großer Laden mit überwiegend einheimischem Publikum. Einer großen Bar oben rechts und unten erstmal lauter runde Tische die je nachdem für 6-14 Person reichen. Davor dann die Tanzfläche und auf der Bühne jeden Abend eine Live-Band, bestehend aus 6-12 Leuten. Hinter der Bühne und über die Bar erreichbar dann nochmal ein Außenbereich, für die Raucher. Denn selbst hier wird draußen geraucht. 🙂 Wir also mit einer recht großen Truppe aus dem Hostel in das Dingen und mal nach dem Rechten geschaut. Die einen direkt auf die Tanzfläche, ich mit ein paar anderen erstmal an die Bar. Kurze Zeit später wurde ich dann von einem Kolumbianer (der vorher auch schon im Hostel war und die Kellner gut kannte) zum tanzen aufgefordert. Jippieh – 5 Jahre nichts mit Salsa, Bachata & Co. zu tun gehabt… (da war ich das erste Mal in Central America – Nicaragua, Costa Rica und Panama) Nach kurzem eintanzen ging das aber alles noch recht passabel und die Blamage des Jahres blieb aus. Puh, Glück gehabt. Salsa und Cumbia gingen gut von der Hand, Bachata auch und mehr Auswahl an Musikrichtungen spielte die Band nicht – zum Glück. Da ich aber ja ein ziemlich untrainiertes Wesen bin geriet ich, dank meines Outfits, schnell ins schwitzen. Abends am See wurde es doch recht kühl und ich war für einen Abend mit Tanz eindeutig falsch angezogen! Lange Hose, T-shirt und Sneakers… nach gut 30 Minuten war mir verdammt warm. Immerhin ging es dem jungen Latino nicht anders. Da das tanzen aber ziemlich gut klappte tanzten wir mit ein paar anderen auf der Straße weiter. Auf dem Rückweg mitten in der Nacht ging es dann noch in einen Reggaeton-Schuppen, um zu etwas modernerer Musik weiter zu feiern. Es war wirklich eine super Nacht mit all den Leuten, der guten Musik und der Tanzerei.

Nach der Nacht startete der nächste Morgen bei mir doch recht ruhig. Erstmal an den See legen und nichts tun. Auch die Angebote für Boots- und Kanutouren lehnte ich dankend ab. Gegen Mittag bekam ich Appetit und zwei der Hostelbewohner, die den Abend vorher auch mit unterwegs waren, ebenfalls. Also sind wir zu dritt dann Richtung Stadt. Der Halb-Mexikaner unter uns kannte natürlich die Ecken mit dem günstigsten Essen.

Quesadilla für 1,50 Euro umgerechnet – super günstig und gut und ein Aqua de Jamaica

Nach dem Mittagessen (oder Frühstück, für mich) haben Constance und ich beschlossen noch etwas bummeln zu gehen, der junge Mann ging wider zum Hostel. Er war zur anderen Hälfte Schweizer und die ruhen sich verdammt gerne aus. Wir zwei Girls also durch die City gebummelt. Zum Vorteil für mich, die Mexikaner sind mal grundsätzlich deutlich pummeliger, als die Asiaten. Somit wurde das mit dem shoppen auch mal leichter und ich musste nicht nur XL oder XXL kaufen. Zu Erklärung vielleicht, die Mexikaner sind zwar auch nicht wirklich groß, aber eben das Übergewichtigste Volk der Welt. Die trinken im Schnitt 180l Cola pro Kopf pro Jahr und es gibt die Limo dort in 3l Flaschen. Die aber selbst von den Bauarbeitern bei 1,60m Körpergröße kaum gehalten werden können. Da die Frauen zwar auch klein, aber ebenso füllig sind und dazu noch ein paar Kurven haben, passte ich also locker in die Klamotten. Für Constance wurde das schon schwieriger, sie ist klein und zierlich. Verrückte Problematik im Ausland. Nach dem Shopping also mal ein bisschen Sightseeing in der Stadt. Wir fanden einen lokalen Trödelmarkt und eine Burg, aus dem 15. Jahrhundert. Sowie das bunte Schriftzeichen…das gibt es tatsächlich überall!

Nach der Sightseeing Tour also zurück zum Hostel und mal schauen was der Abend so bringt. Constance hatte sich am Vorabend ein date ausgemacht und Katie war etwas Essen. Wir 3 hatte uns für den nächsten Morgen nämlich verabredet, um nach dem Frühstück nach Belize zu düsen. Unser Ziel Caye Caulker. Da ich mit Kater ein schlechter Reisepartner bin, also für mich ein ruhiger Abend. Später kamen die Mädels noch zurück und berichteten von ihrem Abend, es gab einen Absacker und ab ins Bett. Das Auto durfte nicht mit über die Grenze und schwimmen kann es ja auch nicht, also blieb das Auto schön brav am Hostel in Bacalar und wartete auf meine Rückkehr. Mit Ausschlafen war allerdings nichts. Der Feuermelder hatte eine leere Batterie und das Teil piepte die ganze Nacht. Zudem musste sich ein junger Mann aus dem Zimmer Nachts schrecklich übergeben. Danach holte er allerdings die Nacht-Besetzung der Rezeption. Die Gute war natürlich völlig überfordert. Holte sich einen Stuhl und rückte den zurecht. Licht an und auf in den Kampf mit dem Feuermelder. Der war allerdings verschraubt und Sie konnte nichts machen. Also Licht aus, Stuhl raus und den Kotzi (in Unterhose) abgewimmelt. Was eine Nacht, die davor nur Party und nun dennoch kaum gepennt…

Morgens um 10 Uhr mit den Mädels unten getroffen. Ausgecheckt, das gratis Frühstück getestet (Toast, Banane und Instantkaffee – ihhh) und ab zum Busbahnhof (eine Haltestelle an der Autobahn). Das war dann eine Mini-Haltestelle direkt an der Autobahn. Aber wir haben es nach 20 Minuten strammen Gehen in der prallen Mittagssonne geschafft. Ab in den klimatisierten Bus und auf nach Chemtumal. Von dem dortigen Busbahnhof dann mit dem Taxi zum Hafen – der Taxifahrer machte und darauf aufmerksam, dass wir drei doch aussehen würden, als würden wir nur wegen der Karibik Jungs rüber fahren -und für das Boot eingecheckt. Da wurde es spannend (leider waren Fotos verboten) – ein Drogenspürhund samt Soldat, als Herrchen, untersuchten erst die großen und dann alle Handgepäckstücke, die wir mit auf das Boot nehmen wollten. Kein Drogenfund, also alle Mann auf’s Boot und Richtung Caye Caulker.

Veröffentlicht von easy-the-gypsy

Bunt, verrückt und für jede Reise zu haben

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