Tulum Klappe die Erste

Da Google hier etwas optimistisch ist… die Route von Maps.me aber leider nicht mehr angezeigt werden kann (lag bei knapp 3:30 Std Fahrzeit), hier für euch zumindest mal die Strecke. Es ging also auf der Halbinsel Yucatan im „Bundesland“ Quintana Roo nach Süden. Da man bei jeder einzelnen Ortsdurchfahrt durch kleine Hügel (tope = Hindernis) gebremst wird, manchmal auch einfach so auf der Autobahn und oft ohne Vorwarnung… zieht sich die Fahrerei dann doch. Dazu kommen dann auch noch die Baustellen, sowie die Polizeikontrollen (nicht jeder wird angehalten). Dank meines überaus seriösen Fahrstils – wurde ich nicht ein einziges mal kontrolliert oder angehalten. Nach guten 3 Stunden Fahrzeit und deutlich schneller, als mein offline Navi mir vorgab, erreichte ich Tulum (Fähre nicht mitgerechnet). Mein Hostel lag direkt an der zweispurigen Haupstraße, die durch den Ort führt. Rechts und links am Straßenrand sind kostenlose Parkbuchten. Jetzt heisst es hier nur erstmal was finden. Großstadt in Mexiko ist einfach gleichbedeutend mit absolutem Verkehrschaos. Also mit meinem kleinen Mietwagen mitten im Chaos habe ich dann nach ca. 30 Minuten eine Parklücke gefunden. Sachen aus dem Auto und im Strawhat eingecheckt. Hier dann ganz zu meiner Überraschung hatte ich ein 8er dorm für mich alleine. Es war gerade gestrichen worden und roch unglaublich stark nach frischer Farbe (der Schimmel war überpinselt worden) aber für 2 Nächte top. Das Bad war echt schick auf 2 Quadratmetern. Eben schnell ein Bett ausgesucht, Sachen abgestellt und ab zur Futtersuche! Ich fand mein absolutes Lieblingsrestaurant! Las Hijas de la Toastadas. Hier mal eine kleine Auswahl an Leckereien.

Vorne Shrimps, hinten frischer Thunfisch – einfach Yummy!!!

Nach diesem wirklich unglaublich leckerem Abendessen (ich kam hier noch ein paar mal hin, mal alleine, mal mit anderen), ging es zurück zum Hostel. Eigentlich freute ich mich auf einen ruhigen Abend. Aber wie das auf Reisen ja immer so ist, alles kommt anders, als man denkt. Ich also auf die Dachterasse (leider habe ich von diesem Abend oder dem Hostel keine Fotos…ihr versteht gleich auch warum). Dort saß bereits ein Grüppchen von ca. 6-7 Leuten. Ich hatte bislang noch keinen gesehen. Entdeckte aber neben der Musik direkt den Kühlschrank voller Bier. Herrlich! Bei wirklich angenehmen Temperaturen von um die 23 Grad Abends, schön auf der Dachterasse ein kaltes Bier… was will man mehr? Nach keinen 5 Minuten kam ich mit allen ins Gespräch. Ein Großteil der Jungs war gebürtig aus Brasilien, sie betrieben das Hostel. Ein Deutscher, eine Argentinierin und eine Kanadierin waren auch dabei. Statt einem Bier gab es ein paar mehr, zwei weitere Deutsche Mädels kamen hoch und irgendwie nahm die Party ihren Lauf. Die Kanadierin hatte Geburtstag und ihr Freund, einer der Hosteljungs war großzügig mit dem gratis Tequila. Es kam wie es kommen musste – wir feierten die halbe Nacht durch. Mittendrin dann auch ein super Sightseeing Tip „ihr könnt hier echt schöne Natur und ein Krokodil sehen“ – echt? Wo? Kurzerhand verabredeten zwei der Jungs und die beiden anderen Deutsche Girls uns für den nächsten Morgen. (ok zwischen 11-12 Uhr) Leute es ging mir grausig! Kater des Todes ist gar kein Ausdruck! Die anderen beiden Girls hatten mehr Glück und waren schon frühstücken – ich nicht! Aber was will man denn machen? Der Zeitplan ist knapp bemessen und es ist einfach eine -jetzt oder nie- Geschichte. Die Brasilianer litten offensichtlich zu sehr, um uns zu begleiten. Wir also ins Auto und ab ins Naturschutzgebiet. Bis man dahin kommt, geht es erstmal an der Zona Hoteleria vorbei und das ist der chotischste Ort ever. Nun gut, wer 15 Jahre den Führerschein hat, schafft auch das. Kurz eben das Auto im Park registriert und den Eintritt bezahlt. Was wir sahen war der Wahnsinn! Einfach weil es soooooo schön ist, hier gleich ein paar mehr Bilder. Die sagen so viel mehr, als ich in Worten ausdrücken kann… und die, die mich kennen wissen was für eine Labertasche ich bin. Das Gebiet heisst Sian Ka’an und ich kann es wirklich nur jedem ans Herz legen.

Wie ihr seht, seht ihr es ist wunderschön! Definitiv ein Ort, den ich niemals vergessen werde! Der letzte Strand ist ein Privatstrand. Wir haben an einer Ecke, einfach die Bewohner (glichen eher Obdachlosen) gefragt, ob wir mal gucken drüfen. Bei 3 Blondinen überhaupt kein Ding. Wir durften auch gleich den Privatstrand nutzen, so lange wir wollten – unglaublich schön. Aber für alle, die nur drauf gewartet haben… natürlich gab es auch das Krokodil. Zu unserer aller Überraschung leben diese im Salzwasser und können locker an jeden Strand.

Krokodoc, circa 2,5-3 Meter lang

Was ein Ausflug. Trotz Kater und meiner angeborenen Trotteligkeit (habe beim öffnen während der Fahrt Apfelschorle über den halben Fahrersitz und mich selbst ergossen), ein super Tag. Viele Tiere – Pelikane, Fische, das Krokodil, lauter Iguanas (große Eidechsen – typisch für Central America), einen Geier… es war alles dabei! Für noch mehr Bilder, gerne eben bei mir auf Instagram vorbeischauen (easy-the-gypsy).

Zum Abschluss dieses Tages führte ich die Girls dann in mein neustes Lieblingsrestaurant und probierte dort einen Taco mit Lachs Ceviche. Das etwas schlechtere Bild ist leider der Dunkelheit geschuldet.

Lachs, Avocado, Mango, rote Zwiebeln und jede Menge Limettensaft

Also erneut Abends auf die Dachterrasse. Aber heute deutlich ruhiger. Alle waren noch etwas im Eimer vom Vorabend. Ich glaube gegen Mitternacht oder etwas später war ich dann auf jedenfall passen bettfertig und sehnte die Nachtruhe herbei! Zumal ich am nächsten Morgen erneut mit den beiden Girls verabredet war. 10 Uhr treffen zum frühstücken, dann auschecken und dann zu den Cenotes… mit dem Fahrrad. Jeder von euch, der mich kennt, weiss ich bin sportlich eine richtig faule Socke. Ich kann wenn ich will oder muss…mag aber einfach nicht! 🙂 Nun ja, gestartet sind wir erstmal mit einem richtig leckeren Frühstück bei der Argentinierin. Diese hatte unter dem Hostel das Café Natural Juices und neben denen gibt es dort auch ein richtig leckeres Frühstück.

Omelette mit Gemüse, Frappé und Saft – ich war happy.

Wie ihr seht, ist das Bild etwas überbelichtet – der Sonne sei Dank. Also seid mir bei dem ein oder anderen nicht so perfektem Bild einfach nicht böse.

Gut gestärkt, das Gepäck oben im Hostel eben in den storage und zack die Räder angemietet. Soderle, die ersten 4km Richtung Grand Cenote mit dem Fahrrad. Herrlich! Bei knapp 30 Grad im Schatten und auf deutlich unbequemeren Rädern als hier Zuhause, schön an der Straße entlang. Die beiden anderen, muss man ihnen ja lassen, waren eindeutig die trainierteren. Als wir dann endlich ankamen standen schon einige andere Gäste Schlange. Also hatten wir einen Touri Hotspot gefunden… nichts desto trotz eine super Foto Location!

Bis 3 Girls fertig sind mit dem ganzen Fotoshooting und dem Tauchen durch die Höhlen, vergeht natürlich etwas Zeit. Man muss ja auch in Ruhe die Fledermäuse anschauen und alles, was sich sonst noch so bietet. Knappe 3 Stunden später ging es dann weiter. Cenote Car Wash war die Empfehlung einer der Jungs. Wir also wieder auf die Räder und weitere 8km Orts auswärts. Diesmal waren wir die einzigen mit dem Fahrrad und es war auch deutlich weniger los. Also auf ins Getümmel und weiter ein paar Bilder geknipst. (überwiegend von uns gegenseitig) Sowie von dem Turm dort springen. Was ein Spaß 🙂

Nachdem die Fotoshootings beendet waren und die Mädels dringen zurück mussten, um ihren Bus zu bekommen – ab auf die Räder und so schnell wie möglich zurück. Eine wahre Freude bei 30 Grad mit Gegenwind, Asthma und den staubigen Straßen. Nach kurzer Zeit wurde ich etwas langsamer als die anderen. Die waren zwar so lieb und warteten zwischendurch immer mal wieder… aber am Ende fuhr ich den letzten Teil alleine. Ich hatte ja keinen Stress.

Sachen einkassiert und Hostelwechsel. Ich blieb noch in Tulum. Allerdings ab jetzt 2 Nächte in einem anderen Hostel. Dieses hatte ich schon auf Isla Mujeres gebucht, zwei Brasilianerinnen wollten dorthin und hatten es empfohlen… es sollte super schön sein. Also warum nach 2 Tagen Action nicht einfach mal in einem schicken Hostel chillen? Ist ja schließlich Urlaub. Raus aus dem Stadtzentrum Richtung Zona Hoteleria und den Stränden, zum Mayan Monkey. Gut, Parklpätze neben der Großbaustelle waren etwas rar. Aber nach dem Aufgang erreichte ich wieder ein tolles Hostel. Super schön eingerichtet. Hier im Ladies dorm (6-Betten pro Seite, als 12 insgesamt) war es recht leer. Wir waren nur zu fünft. Kurz meine Sachen auf mein Bett geworfen und hungrig wie ich war zur Bar. Dort gab es dann Bier und Toastadas mit Thunfisch.

Hier ließ es sich gut verweilen. Später dann weiter Richtung Zimmer. Dort gab es eine nette Sitzecke mit Sofas und Sitzsäcken. Noch etwas am Handy rumgespielt und ab ins Bett. So entspannt wie der Abend startete, startete auch mein Morgen. Erstmal in den schönen riesen Supermarkt, frische lokale Sachen eingekauft. Mit Sack und Pack im Auto kurz zum Tattooshop, einen Termin holen. Da an dem Tag alles ausgebucht war. Was soll’s? Also auf dem Rückweg eben nochmal ein kurzer stop in Tulum… warum nicht? Schließlich gehört ein buntes Andenken zu jeder Reise ja dazu. Also Auto an und zurück zum Hostel, alles in die Küche bringen. Ich mochte all den frischen lokalen Käse und den Aufschnitt sehr. Durfte es beim Einkaufen nur nicht übertreiben… für die kurze Zeit benötigt man ja nicht so viel. Nach dem Frühstück direkt in den Bikini und ab an den Pool bzw. nach oben mit Blick auf die Bar. So ließ es sich herrlich aushalten!

Zum Abendessen habe ich dann das zweite Mal an diesem Tag das Hostel verlassen. Ich habe eine Kanadierin getroffen, die einen Roller hatte und wir wollte mal mit den Hipstern Essen. An der Zona Hoteleria gibt es nämlich nur die richtig teuren Hostels ab 150 Euro/ Nacht – mehrere 1000 Euro / Nacht. Wirklich schöne, teure Klamottenläden und nur privat Strände. Wir zwei also ab auf den Roller und in ein Fancy Restaurant. Es war so dunkel, dass man selbst mit Teelichtern und Handylicht kaum das Essen sehen konnte. Die Kellner hatten Knöpfe im Ohr und waren schrecklich busy. Also futtern im Dunkeln und zurück an die Bar.

Dazu spielte dann später noch eine Salsa-Band etwas live Musik. Was will man mehr? (ein paar Leute kamen auch noch)

Am nächsten Morgen schnell eben ein paar Sachen aus dem Kühlschrank in der Gemeinschaftsküche gefrühstückt und ausgecheckt. Da dann das erste Missgeschick. Mein pinkes Strandtuch hatte das weisse Handtuch leicht verfärbt. Normalerweise kann man das locker wieder rausbekommen. Dort wurden mir aber mal eben 30 Euro berechnet. Ich, mega genervt, in mein Auto und ab vom Hof. So dachte ich…allerdings übersah ich vorne links einen kleinen Holzstab. Circa 30cm hoch und einen Durchmesser von 5-6cm. Tadaaaaa zack von innen gegen den Radkasten vorne links und das Plastik deformiert! Herrlich! Meine Laune sank ins Bodenlose… Erst der platte Reifen und jetzt das. Aber diesmal war ich selbst Schuld und ein Idiot. Nur weil ich wieder auf 180 war und ich innerlich wegen den 30 Euro für das Handtuch kochte, guckte ich nicht genau genug und fuhr recht zügig gegen das Hindernis. Zauberhaft…

Da sag mal einer Blodinen und Auto fahren… 🙂 Machen konnte ich auf die Schnelle eh nichts. Also rein in den kleinen Flitzer, laute Musik an und ab nach Bacalar.

Veröffentlicht von easy-the-gypsy

Bunt, verrückt und für jede Reise zu haben

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: